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Inhalt dieser Seite (bitte runterscrollen) :
 
  1. Kaninchenmast
  2. Kokzidiose
  3. Konstruktion gegen eingefrorenes Wasser
  4. Vor der Anschaffung
  5. Winterkaninchen

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Kaninchenmast
 

In winzige Käfige eingepfercht können die Tiere in keinster Weise ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben.

Das Drahtgitter schneidet ihnen tief in die empfindlichen Pfoten, die Ammoniakausdünstungen der Fäkalien, die sich unter den Gitterkäfigen türmen,führen zu sichtbaren, großflächigen Entzündungen und Verätzungen der Schleimhäute. 

In der drangvollen Enge beißen sich die sonst so friedlichen Kaninchen gegenseitig blutig oder reißen sich das eigene Fell aus, um damit ein Nest auf dem harten Gitterboden zu bauen.

Vor den Türen der Mastanlage stehen Mülltonnen voll mit toten Kaninchen, denn viele Tiere überleben unter diesen Bedingungen noch nicht einmal die dreimonatige Mastperiode.

In Deutschland verkaufen die Handelsketten Kaufhof, Kaiser’s und HIT Kaninchenfleisch der Firma AIA.

Das Deutsche Tierschutzbüro hat die drei Supermarktketten angeschrieben und sie gebeten, das Kaninchenfleisch aus quälerischer Käfighaltung aus dem Sortiment zu nehmen.

Kaiser’s und HIT haben auf unser Schreiben nicht geantwortet. Kaufhof hat mitgeteilt, dass sie eine Auslistung ablehnen.

Bitte schreiben Sie den Unternehmen und fordern Sie sie auf, das Kaninchenfleisch aus quälerischer Käfighaltung aus dem Sortiment zu nehmen.

Nutzen Sie dazu unser vorgefertigtes Schreiben, das nach dem Absenden an die zuständigen Personen bei den Supermarktketten Kaiser’s, Hit und Galeria Kaufhof gesendet wird.


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Kokzidiose

 

(stark ansteckend für Partnertiere)  Bei Kaninchen gibt es 25 Kokzidienarten.

 

Kokzidien sind einzellige Darmparasiten, die das Kaninchen in geringer Zahl im Darm hat, die aber auch die Leber befallen können und die Gallengänge..

Allerdings können sie sich vermehren, wenn das Tier z.B. durch Krankheit geschwächt ist oder Stressfaktoren, z.B. eine Vergesellschaftung stattfand.

Und dann müssen sie behandelt werden. Kokzidien können zum Tod führen.

 

Sie befallen vorwiegend den Magen-Darm-Trakt und je nachdem wie stark sie sind, können sie Durchfall (stark übel riechend) verursachen. Allerdings ist es wichtig zu wissen, dass ein Kokzidienbefall auch symptomlos sein kann.

 

Symptome:

Durchfall, unförmiger Kot, aufgeblähter Bauch, Abmagerung, Freßunlust, Verstopfung.

Ohne Symptome: Freßunlust, apathisches Verhalten

 

1. Schritt

Kot im Tütchen sammeln ( man muss keine 3 Tage sammeln, das ist Quatsch! Entweder sie haben Kokzidien oder nicht!!) und beim Tierarzt auf Kokzidien untersuchen lassen.


2. Schritt

Der Tierarzt wird Medikamente verschreiben. Ba... 5% (WICHTIG!) oder andere Sulfonamidpräparate.


1 Tag Ba.. 5%, 5 Tage Pause, 1 Tag Baycox 5% oder

3 Tage 5%iges Ba...- 3 Tage Pause - 3 Tage 5%iges Ba....

So wird dosiert.

Die weiße Flüssigkeit ist die 5%ige und richtig. Die 2,5% nehmen sie bitte nicht, das ist die durchsichtige Lösung.




Bei Ve....:
Das Tier wird gewogen, 1 ml/Kg Gewicht und mehr nicht. Eine einmalige Gabe und weg sind die Dinger. Gut verträglich, noch nie Probleme gehabt damit.

 

Im HiO verwenden wir nur noch Ve..... Nach längerer Absprache mit Tierärzten und dem Hersteller haben wir uns für 1 ml/kg Körpergewicht entschieden.

Es hat schon 2 Kaninchen bei uns das Leben gerettet, die hier mit sehr starkem Befall ankamen. Mit einem anderen Medikament hätte es zu lange gedauert, Ve.... wirkt schnell und zuverlässig. Leider gibt es dieses Medikament nur in der 1 l Flasche und ist geöffnet nur 3 Monate haltbar, deshalb hole ich mir beim Tierarzt die Menge die benötigt wird.

 

Sehr wichtig bei jeglicher Medikamentengabe (auch bei Antibiotika) ist es den Darm zu pflegen.

Symbiopet hat sich bei uns etabliert. Die 100 g Dose hält ewig und ist im Internet günstiger wie in der Apotheke.

 

Kokzidien können nicht mit klassischer Antibiotika behandelt werden.

 

Wichtig ist es dem Tier zusätzlich Infusionen (Kochsalzlösung) subkutan zu spritzen, als  Flüssigkeitssubstitution, damit die Medikamente gut ausgespült werden. Es sei denn sie trinken viel, was bei Ba... meist der Fall ist.



Ernährung während der Behandlung:

 

TOP ist : frische Gräser und Kräuter, Heu, Fenchelknolle, Mairübchen, Dill, Basilikum, Staudensellerie, Selleriegrün, frischer Koriander, Mangold, Löwenzahnsalat (Catalogna),Radieschenblätter, Thymian, Kürbis frisch oder getrocknet, Möhrenkraut, Chicoree, Zitronenmelisse, Blätter von Haselnuss, Apfel und Birne (auch ganze Äste).

 

Bei Gewichtsabnahme: Kolbenhirse, 2-4 Sonnenblumenkerne pro Tag, Erbsenflocken, Buchweizen.

 

FLOP ist : Salate jeglicher Art, Gurke, Obst, Getreide, Zucker (immer), Haferflocken, Oregano, Paprika.


Hygiene bei Kokzidien:

 

Die Hygiene sollte nicht übertrieben werden, da Kaninchen auch mit anderen Bakterien leben müssen, wenn immer alles abgekocht und geschrubbt wird, kann es das Immunsystem belasten.

 

Normales Reinigen und austauschen der Streu genügt während der Behandlung, danach sollte man eine Grundreinigung vornehmen.

 

Da Kokzidien ab 90°C absterben, ist heißes Wasser die zuverlässigste und günstigste Variante.

 

Woher kommen diese Kokzidien?

 

Wir hatten im Außengehege noch keine Kokzidien, Dank der 6 wöchigen Quarantäne die wir einhalten bei Neuzugängen.

 

Mangelnde Hygiene und die falsche Ernährung halte ich für den größten Faktor für einen Kokzidienbefall und laut meinen Erfahrungen, kommen sie immer mit Neutieren zu uns von Züchtern, Massenhaltung oder auch von Mastanlagen.

 

Haltet unbedingt bei Neutieren die Quarantänezeit ein, damit eure Kaninchen keine Parasiten bekommen.

 



Was tun wenn die Tiere auch Würmer oder Hefen haben?

 

Mit Ba... oder Ve... wurden bis zum heutigen Tag bei uns immer alle Parasiten mit entfernt. Ich gebe so wenig Medikamente wie möglich. das belastet den Körper nur unnötig!!

 

Mindestens einmal im Halbjahr den Kot beim Tierarzt abgeben und auf Kokzidien untersuchen Lassen!

Ursula Amann HiO 2012





Konstruktion gegen eingefrorenes Wasser

Hallo,

wir haben jetzt was gebastelt um das einfrieren des Wassers zu verhindern und es scheint zu funktionieren.

Wir haben ein Heizkabel für Reptilien mit 20 Watt gekauft. Das ist super flexibel und kostet ca. 20 €.


 

Das Kabel haben wir in "Schneckenform" auf einen Holzbrett befestigt. Einfach das Kabel mit Reisbrettstiften festklemmen ohne das Kabel zu beschädigen. Das Kabel darf sich nicht berühren.
Darauf eine Metallplatte befestigen (am besten an den Seiten mit Schrauben befestigen)
Das Kabel hat mein Vater in einem Kupferrohr und dann in einem Plastikrohr verschwinden lassen.
Die Nacht hatten wir -15°C und das Wasser war nicht gefroren



Die Metallplatte ist aber nur minimal warm. Weder die Hasis noch wir können uns verbrennen.

 

Nach einer Idee von Lucia aus Bayern 2008
Dieses Modell wurde gefertigt von einer Fam. aus Kirn

 

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Vor der Anschaffung

Kaninchen sind Fluchttiere, unglaublich schreckhaft gegenüber neuen Geräuschen.

Sind sie aber artgerecht in die Familie integriert, dann wirft sie so schnell nichts aus der Bahn.





Sind sie zufrieden mit dem Platzangebot, haben sie Wiese oder Heu ständig
zur Verfügung, jeden Tag frisches Wasser in einem schweren Napf und auch
Freunde, mit denen sie buddeln oder rumturnen können, dann ist ein
Kaninchenleben fast perfekt.
Ja was könnte da noch fehlen, außer dem
Möhrchen und anderen Leckereien?

Ein Mensch, der sich mit den Gefahren rund um das Tier gut auskennt.
Mit Fliegenmaden und Durchfall, E.C. oder Blasensteine, Kokzidien oder
Ektoparasiten....die Aufzählung liesse sich noch weiter fort führen.


Vor jeder Anschaffung sollte man sich zunächst viele Dinge beantworten!

1.

 

Am idealsten ist es, wenn sie tagsüber auf der Wiese springen können?
Ideal wäre auch ein Kaninchenzimmer, ....noch idealer die ganze
" Kabel abgesicherte" Wohnung,
denn Kaninchen gehen gerne auf Ihre Toiletten,
man kann es Ihnen schnell anerziehen.

Beim Zimmergehege (mind. 5 qm pro Tier) sollte auch noch zusätzlicher regelmäßiger

Auslauf stattfinden. Kaninchen wird es schnell langweilig.

Ein Außengehege sollte groß genug sein, am Besten sind Eigenbauten.

Handelsübliche Ställe sind definitiv zu klein, man kann sie in ein Gehege intergrieren, aber immer offen.



2.
Bin ich bereit einiges über Krankheiten zu lernen, um dann möglichst
schnell einen Tierarzt aufzusuchen?
Ein Kaninchen oder andere Kleintiere sind nicht weniger wert als wir
Menschen und haben genauso medizinische Versorgung verdient
wie wir! Und das kostet Geld! Bin ich bereit für meine Tiere jede Art
von Kosten zu akzeptieren?


3.
Bin ich bereit über 10 Jahre für ein Kaninchen zu sorgen?
Wir hatten hier schon ein 13-jähriges Kaninchen zu Gast!


4.
Sind Familienmitglieder bereit das Tier während eines Urlaubes oder
sonstiger Abwesenheit ordentlich zu versorgen?


5.
Liegen Allergien vor? Vor der Anschaffung sollte jedes
Familienmitglied einen Allergietest machen, auf
Kaninchenhaare, Heu und Staub.

6. Kaninchen sind kein Kinderspielzeug, das sollte jedem klar sein!
Ein Tier ist ein Lebewesen! Trotzdem werden noch
immer Tiere verschenkt, sei es zu Weihnachten oder zu Ostern.
Unvorbereitet wird es in eine Familie geschmissen, egal ob die
sich nun auskennen oder nicht.


7.
Tiere aus Tierheimen sind keine
Tiere zweiter Wahl! Sie werden von Tierärzten betreut und die Rammler
sind bereits kastriert. Sie landen dort, weil einer der vorher
genannten Gründe zutraf! Diese Tiere dort zu wählen, zeigt von echter
Größe, denn sie haben es verdient, ein schönes Leben zu bekommen.


8.
Eltern tragen die Verantwortung für Tiere im Haus und Garten, nicht die
Kinder! Kinder sind sehr grobmotorisch und meines Erachtens
überhaupt nicht geeignet für ein Kaninchen. Das können nur Profitgierige
gewesen sein, die diese Ammenmär in die Welt setzen!

9.
Keine Tiere aus Zooläden oder Bauhäusern! Die Beratungen sind schlecht
und es wird nur aus Profitgier gemacht. Ganz junge Tierchen
werden verkauft, die eigentlich noch einige Wochen bei der Mutter bleiben müssten, nur
damit das Kind quängelt und eins haben will! Werden die Tiere zu alt und lassen sich so nicht mehr
an den Mann bringen, werden sie getötet, zumindest in
vielen Läden. Man nennt das dort "auf die Gnadenwiese bringen",
natürlich landet dort keines der armen Tiere, höchstens im nächsten
Reptilienmagen. Im Gegenzug wird weitergezüchtet und
weitergezüchtet. Es ist traurig!


Beispiel Aussengehege



Beispiel Kaninchenzimmer



Beispiel Zimmergehege




Beispiel Wohnzimmer Freilauf


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Winterkaninchen

Kaninchen draussen müssen ein gutes Winterfell bilden können.

Wenn ein gesundes Kaninchen ins Freie darf, kann es frühestens im Mai, wenn der Frost vorbei ist und spätestens Anfang August raus.

Es kann sich dann den Temperaturen anpassen und es entsteht  im Herbst eine dichte Winterunterwolle.

 

Niemals Kaninchen im Wechsel draußen und drinnen halten.

Die körpereigene Temperaturregulation wird so durcheinander gebracht und die Tiere bekommen Erkältungskrankheiten.

 

Handelsübliche Ställe sind für den Winter nicht geeignet ( sind nie geeignet, auch nicht im Sommer!),

denn Zugluft und Feuchtigkeit können eindringen und die Tiere haben wenig Bewegungsraum.

Die Tiere müssen sich immer gut bewegen und rennen können.

 

Nasse Einstreu muss täglich entfernt werden, viel Stroh und Heu sorgt für Wärme und natürlich das Aneinanderkuscheln mit dem Partner.

Für zwei Kaninchen ist 10 qm draußen mein Minimum, je größer umso besser bei den Rabauken.

 

Bei der Überwinterung im Freien ist die Ernährung der Tiere besonders wichtig, denn Kaninchen draußen haben einen erhöhten Energiebedarf.

Frischfutter darf nur in kleinen Portionen gegeben werden, da angefrorenes Futter zu schweren Magen- und Darm-Erkrankungen führen kann.

 

Die Erdrübe ist ein gutes, vitaminreiches Wintergemüse und die Pastinake sorgt für Energie, da sie sehr fett ist.

Apfel eignet sich auch gut im Winter und natürlich der gut verträgliche Grünkohl.

Ansonsten: Brokkoli, Feldsalat, Endivie, Dill, Banane (Leckerchen), Glattpetersilie, Sellerie, Karotte, Petersilienwurzel, Basilikumtopf und viel Heu usw.

 

Eine Schale Happy HiO Mix oder Päppel Mix im Wechsel steht bei uns auch immer draußen und das Schälchen Sämereien (Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Fenchelsamen, Buchweizen, Haferflöckchen). Getrockneter Spitzwegerich oder Breitwegerich, Löwenzahn und getrocknete Blätter.

 

Rezept Brei für Aussenhaltung oder kranke Kaninchen:

100 g HiO Mix eingeweicht mit 1 gestrichenen Teelöffel Heilerde, Haferschälkleie, Flohsamen, Schwarzkümmelkuchen-Chips, Leinkuchen,
Bockshornkleesamen, Buchweizen, Edelgrün (früher Heubrösel) und auch mal weichen Süßmais


oder


100 g Wald-und Wiesen-Kräutermix eingeweicht mit  1 gestrichenen Teelöffel Heilerde, Haferschälkleie, Flohsamen, Schwarzkümmelkuchen-Chips, Leinkuchen,
Bockshornkleesamen, Buchweizen, Edelgrün (früher Heubrösel) und auch mal weichen Süßmais

Lauwarm wird er für die Aussenkaninchen gereicht oder für ältere und kranke Innenkaninchen.
Ich habe es auch schon zu Kugeln geformt. :)
 

Auch müssen wir darauf achten, dass das Trinkwasser nicht gefriert!

Der erste Tipp: Einen sauberen kleinen Tennisball im Wasser schwimmen zu lassen. Der sorgt für Bewegung und es friert langsamer.

 

Der zweite und bessere Tipp:

Konstruktion gegen eingefrorenes Wasser:

http://www.hasenhaus-im-odenwald.de/gambio/shop_content.php?coID=164

.....siehe oben.....

 

Vorsicht vor diesen unnützen Nippeltränken!!! Im Winter können die Zungen dran kleben und diese Kugel gefriert fest!

Ein schwerer Wassernapf ist immer besser!

 

Nicht alle Kaninchen eignen sich für die Aussenhaltung!

 

Wenn wir morgens das Gehege öffnen dauert es nicht lange, bis sie in den Schnee hüpfen.

Dann wird gespielt und die letzten Kräuter unter dem Schnee gesucht. Wenn sie keine Lust mehr haben gehen sie wieder in ihr Gehege.

Die Körperpflege im Winter ist genauso wichtig wie im Sommer.

Der Popo muss sauber sein und eine Sammel-Kotuntersuchung beim Tierarzt sollte auch regelmässig stattfinden.

 

Seht euch die Tiere immer gut an, Krankheiten sind leider immer allgegenwärtig!

Bei der kleinsten Auffälligkeit bitte immer sofort einen Tierarzt aufsuchen.

 

Wenn Kaninchen krank werden und nach drinnen müssen, ist der Kälteschutz im Fell unterbrochen.

Sie müssen im Haus bleiben, auch wenn sie wieder gesund sind!

Bei den meisten Haltern stellt das ein Problem dar. Ist genügend Platz im Haus?

Das Partnertier muss mit in die Wohnung und das sofort, eine nicht unwesentliche Rolle spielt der Partner bei Krankheit.

Er "wäscht" das Gesicht, knuddelt und baut auf! :)

 

Es muss einfach schon vorher dran gedacht werden, wohin mit den Tieren, falls es draußen nicht mehr geht!

 

Bei einer größeren Gruppe ist es dann schon wieder schwieriger und muss im Einzelfall geklärt werden.


Kaninchenwiese